zwischenBlicken
Die mediale Darstellung des weiblichen Körpers ist durch Objektifizierung geprägt, was zu negativen psychologischen Folgen wie Depressionen, Angststörungen und Essstörungen führt. Daher sucht zwischenBlicken nach einer anderen Form der Wahrnehmung: einer jenseits des männlichen, objektifizierenden Blicks, einer der es Frauen erlaubt selbstbestimmt und ausdrucksstark in Erscheinung zu treten – über Bewegung, Klang und Bild, über Emotion.
zwischenBlicken untersucht, wie Tanzperformance und Motion-Tracking-Technologie Mittel zur feministischen Selbstermächtigung werden können. Dazu wurde ein Kurzfilm produziert, in dem menschliche Bewegungen einer Tänzerin über Motion-Tracking in Elemente der Filmmusik übersetzt wurden. Die technische Umsetzung der bewegungskontrollierten Klänge erfolgte mittels einer Software-Architektur, bestehend aus Tracking- und Musikprogrammen (MediaPipe, TouchDesigner, Ableton Live). Die Methodik umfasste eine theoretische Analyse feministischer Perspektiven (Mulvey, Frederickson & Roberts, Young) sowie Kamera-, Schnitt- und Lichttechniken. Darüber hinaus wurden fünf zeitgenössische Tanzperformances und der Film Black Swan (Aronofsky) analysiert, um zu ermitteln, wie Kamerarbeit im Kontext von Performance-Kunst erfolgt und welche Klänge verwendet werden könnten, um die emotionale Wirkung auf das Publikum zu verstärken.
Team:
Konstantin Lohninger
Emily Victoria Kögl