Silent Voices

„Silent Voices“ ist eine multimediale Awareness-Kampagne über Menschen mit chronisch bzw. unsichtbaren Erkrankungen. Das Projekt entstand aus dem Wunsch, über etwas zu sprechen, das oft übersehen oder missverstanden wird - Krankheiten, die nicht sichtbar sind, aber den Alltag prägen.

Wir begleiten drei junge Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise betroffen sind:
Julia Stefanich lebt mit Autismus, ADHS und chronischer Migräne mit Aura, einer Kombination, die das Funktionieren im Alltag oft zur Herausforderung macht.
Viviana Pöllmann erzählt von ihrem Leben mit Colitis Ulcerosa, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die man ihr nicht ansieht, die aber eine lange Zeit ihren Tagesrhythmus bestimmt hat.
Madeleine Martos steht für ME/CFS, eine Erkrankung, die bis heute kaum verstanden ist und bei der selbst kleine Anstrengungen enorme Erschöpfung hervorrufen können.

Die Filme zeigen, was es heißt, mit etwas zu leben, das andere nicht sehen. Wir wollten keine „Schicksalsgeschichten“ erzählen, sondern Einblicke in Alltage geben die von Höhen, Tiefen und Momenten geprägt sind, in denen es einfach nicht weitergeht.

Gedreht wurde in Graz, im Waldviertel, in Salzburg und in Linz. Hinter dem Projekt stehen Julia Wenzl (Konzeption, Regie, Projektleitung, Motion Graphics), Lenya Pöllmann (Schnitt, Fotografie, Design, Social Media) und Florian Oberascher (Kamera, Licht, Ton, Color Grading). Unterstützt wurden wir von Ärzt:innen, Betreuer:innen und dem Verein ChronischKrank Österreich, der sich für Menschen mit chronischen Erkrankungen einsetzt.

„Silent Voices“ möchte Verständnis schaffen und zeigen, dass man nicht alles sehen muss, um es ernst zu nehmen. Die stillen Stimmen, die sonst kaum gehört werden, stehen hier im Mittelpunkt - mit dem Ziel, Aufmerksamkeit, Empathie und ein Stück Veränderung zu schaffen.

Team:
Julia Wenzl
Lenya Pöllmann
Florian Oberascher